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Auf der Todesspirale des Journalismus reitet der Axel-Springer-Verlag ...

Auf der Todesspirale des Journalismus reitet der Axel-Springer-Verlag mit dem widerlichsten Kommentar zur Snowden-Affäre ganz vorne mit. Der Autor, ein gewisser Herr Torsten Krauel, vergleicht Snowden mit Leuten, die die Tatsache, dass die USA den Code der Japaner im 2. Weltkrieg entschlüsseln konnten, an die Deutschen verrieten. Snowden, so behauptet er, habe die Welt an den Rand des Abgrundes gebracht. Sein Verständnis der Zusammenhänge wird an dieser Stelle besonders schön offenbar:
1942 glaubte eine amerikanische Zeitung publizieren zu müssen, dass Roosevelt und Churchill über eine neue Erfindung miteinander redeten, ein Sprachzerhacker-Telefon. Das Blatt zeigte ein Foto des Geräts, eines nach Urteil der Redaktion nichtssagenden Kastens. Der Zeitungsartikel und das Foto reichten einem deutschen Ingenieur aber aus, um den Apparat nachzuerfinden und Lauschmaßnahmen zu ersinnen.
Aha. Das Foto eines Plastikkastens hat einem deutschen Ingenieur den Nachbau ermöglicht, ja? Soso. Ohne das Foto hätten die das nicht reverse engineeren können?

Immerhin ist der Typ geistesgegenwärtig genug, selber zu erkennen, dass er Kriegsführung gegen ein Land mit "Zusammenarbeit" in Friedenszeiten mit einem Nato-Partner vergleicht. Kein Problem bei Herrn Krauel!

Wir seien doch nicht im Krieg, wird dann gern gesagt. Es gehe doch um den Schutz der Zivilgesellschaft. Wohl wahr, ja, aber Krieg wird heute aus der Mitte der Zivilgesellschaft heraus geführt.
Ach sooo. Na dann ist das natürlich was ganz anderes!1!!

Der Mann ist übrigens "Chefkommentator" in der "Welt" und schon früher negativ aufgefallen. (via)

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Schweinderl